Hans Thill

Geboren 1954 in Baden-Baden, lebt seit 1974 in Heidelberg. Lyriker und Übersetzer. Mitbegründer des Verlags Das Wunderhorn und Leiter des Künstlerhauses Edenkoben. Beteiligt sich am Forum www.der-goldene-fisch.de. Zahlreiche Übersetzungen aus dem Französischen mit Schwerpunkt klassische Moderne, Literatur des Maghreb. Herausgeber der Reihe Deutsche Reise nach Plovdiv.

Gedichtbände:
  • Gelächter Sirenen (1985)
  • Zivile Ziele (1995)
  • Kühle Religionen (2003)
  • Museum der Ungeduld (2010)
  • Das Buch der Dörfer (2014)
  • Ratgeber für Zeugleute (2015)
Herausgeberschaft (Auswahl):
  • Punktzeit. Deutschsprachige Lyrik der achtziger Jahre (1987, gemeinsam mit Michael Braun)
  • Das verlorene Alphabet. Deutschsprachige Lyrik der neunziger Jahre (Das Wunder­horn 1998)
  • Lied aus reinem Nichts. Deutsch­sprachige Lyrik des neuen Jahr­tausends (Das Wunderhorn 2010, gemeinsam mit Michael Braun).
Im Internet:

Félix Fénéon - Bulletin

»Gestern abend wurde V. Choine, 15 Jahre, in der Rue Saint-Bon von einer Kugel in den Schenkel getroffen, vermutlich abgeschossen – aber weshalb?« Das Rätsel Fénéon. Übersetzt und eingeleitet von Hans Thill.

Guillaume Apollinaire in der Santé

»Erinnern Sie sich an die Affäre, in die ich verwickelt war? Als Apollinaire zwei Statuetten aus dem Louvre gestohlen hat? Es waren iberische Statuetten ...«

Die Revolten der Belle Epoque

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erschien der Roman »Jesus Schnepfe« des französischen Autors Francis Carco. Wie es dazu kam und wie Gauner und Stricher Figuren dieses dokumentarischen Romans wurden, erzählt Hans Thill.

Jesus Schnepfe

»Am Montmartre habe ich in einem Milieu gelebt, das mir genügend Inspiration für Jesus Schnepfe bot. Damals sagte man schon nicht mehr ›Tunten‹ und ›Luder‹. Diese jungen Leute nannten sich untereinander ›mein Jesus‹.« Das erste Kapitel aus dem Roman Jesus Schnepfe von Francis Carco

Voll Verdienst

»Man hat Papiere, / im Himmel stimmts, wenn und wenn. / Sonst glaube man das Gleichheitszeichen / und setze überall Uhuru Uhuru, / besonders vor ein gebacken / Ishtar-Tor.« — Gedichte von Friedrich Hölderlin, J. H. Prynne und Hans Thill.

Hans Test würfelt

»Ernö Rubik, der vielleicht rotes Haar hatte, konnte sich seiner Erfindung nicht freuen. Er mußte die Nutzung an den sozialistischen Staat abtreten, der das Patent stiefmütterlich behandelte.« Eine Erzählung von Hans Thill.

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