Henry / Mr Bones, und manch andere Figur in legendären Dialogen: »Bist
Du radioaktiv, Mann?« »Mann, radioaktiv.« - Drei Dream Songsvon John Berryman, übersetzt und mit einer kurzen Notiz versehen von Léonce W. Lupette.
»ÄsthetIn Kuhlnis verlässt Terrasse um Terrasse, und hält erst mitten aufm Meer neben Captain Morgensterns Üboot inne (innen). Ein Jahreskontext der Genitivmetwaffe zur Eindämmung postmoderner Albernheit süffisanten Lehms.« Zusammengestellt von Konstantin Ames und präsentiert von Norbert Lange.
»Emoticons kommentieren die Partie / verwischen nach jedem Wort /
all jenes was wir nicht sagen sollen / außer gut flankiert von irgendeiner Geste / die höchstens zufällig zu Kühnheit führt« Ein Gedicht von María Eugenia Ayala.
»Sie erwartet ein Kind, wie man um fünf Uhr morgens / auf den Bus wartet. Ein Kind / das tödlich verunglücken wird wie Marco Antonio Vidal Parraguez, / von dessen Tod wir erst drei Wochen später erfahren werden.« Drei Gedichte von Enrique Winter.
»Als schaute man sich die Gesichter dieser Skelette an und fragte sich warum Totenköpfe immer so grinsen, worüber sie dauernd was zu grinsen haben und dann zu begreifen: Wir grinsen alle immer so, unter unseren Gesichtern.« Die Stadt als Muster. Die Cluster der Stadt: Donna Stoneciphers »Model City«.
»Hier gibt’s einen Gott!« / In Walderdbeeren, die sich in Disteln winden, / In Ahornbäumchen, einem Leichentuch auf Lehm, / In Kastanien- und Kirschblüten oberhalb der Baumgrenze« - Drei Gedichte des Kanadiers Bryan Sentes.
»Wir sprechen von hier aus / in unseren theoretischen Behausungen / auferlegte Laboratorien der Strenge.« – Frances Kruk, übersetzt von Swantje Lichtenstein
»Es kann sein dass es sich um eine Fälschung handelt / Es kann sein dass der Autor tot war als er das schrieb / Es kann sein dass diese wunderschönen zarten Zeilen gelogen sind« – Gedichte von Volker Sielaff.
»ruß der kaschemmen am sonnenglanz, kein grund / sich zu verstecken, räudiger wolf im wolfspelz, / verkappter schmeichler, schmutziges stiefelchen im gesicht« – Gedichte von Tom Bresemann
»Aber – aber warum rede ich als wäre ich in Russland / wo ich doch in einer falschen Steppe lebe? / Mit einem Wald im Geist. Wo Gebäude sind sehe ich Bäume.« – Ein Langgedicht von Paz Levinson
Zehn Silben mal zehn Zeilen sind ein Donauquadrat, zehn Quadrate ein Würfel; mit siebenundzwanzig Würfeln wird in Zsuzsanna GahsesDonauwürfel vom Fluss, vom Wasser selbst, von der Vergangenheit der Donau und von ihrer Umgebung erzählt.
»Ueber Tom Stil schrieb ich früher gerne Balladen / Tom Stil war ein Flo mit scharfem S / Tom Stil ist keiner, dessen Namen man freudig-falsch / Prononciert« – Von Konstantin Ames.